Leistung 3 · KI-Sicherheit
Das Risiko sitzt nicht im Modell.
Dass Ihre lokale KI im Haus rechnet, ist der erste Schutz: Ihre Daten verlassen das Haus nicht. Der zweite ist die Einrichtung. Eine KI, die eingehende Post liest, liest auch das, was jemand hineingeschrieben hat, um sie zu steuern, in einem Anhang, in weißer Schrift, in den Metadaten. Das System unterscheidet nicht zuverlässig zwischen Ihrer Frage und dem, was im Dokument steht.
- Rechte prüfen
- Fremdtext trennen
- Meldeweg vor dem Ernstfall
Für wen
Drei Wege, auf denen es schiefgeht.
Für jeden Betrieb, der seine lokale KI an Postfach, Ablage oder Datenbank anbinden will, und besonders für Häuser mit Schweigepflicht und vertraulichen Akten: Kanzleien, Praxen, Steuerberater, Verwaltung.
Fremde Anweisungen
Eingehende Dokumente können Text enthalten, der nicht an Sie gerichtet ist, sondern an Ihr System. Das ist eine Eigenschaft dieser Systemgattung und der Grund, warum eine KI lesen darf, aber niemals selbständig versenden.
Zu weite Rechte
Anbindungen an Postfächer, Ablagen und Datenbanken werden fast immer schreibend eingerichtet, weil es einfacher ist. Was schreiben darf, kann auch löschen, und niemand plant das vorher ein.
Kein Weg für den Ernstfall
Bei Verdacht auf Datenabfluss zählt die Stunde: Die Meldung an die Aufsichtsbehörde ist binnen 72 Stunden fällig. Wer den Weg erst dann sucht, verliert den ersten Tag.
Was Sie bekommen
Was danach abgesichert ist.
Der größte Teil ist Einrichtung, nicht Software: Rechte, Trennung, Protokoll, Meldeweg. Das kostet Sorgfalt, nicht Lizenzen.
- Rechte werden auf dem Server geprüft: Jeder sieht nur, was für ihn freigegeben ist.
- Schnittstellen liegen nur lesend an, wo Schreibrechte nicht gebraucht werden.
- Bestände, die getrennt bleiben müssen, sind getrennt, nicht durch Absprache, sondern durch Rechte.
- Eingehende Fremddokumente laufen nicht ungefiltert in den Auftrag.
- Es gibt ein Protokoll: Frage, Antwort, Fundstelle, Zeitpunkt. Sicherheitsereignisse werden festgehalten.
- Ein Meldeweg mit Namen und Frist, der im Ernstfall nicht gesucht werden muss.
Und was nicht
Wo die Grenze liegt, sagen wir vorher.
Wer alles verspricht, wird beim ersten Widerspruch abgeschaltet. Deshalb steht hier, was die KI-Sicherheit nicht leistet.
Nicht unangreifbar
Sicherheit ist kein Zustand, den man kauft. Wir verringern Angriffsflächen und machen Vorfälle bemerkbar. Ausschließen können wir sie nicht, und wer das verspricht, sagt die Unwahrheit.
Kein Ersatz für Ihre IT-Sicherheit
Firewall, Sicherungen, Rechteverwaltung bleiben, was sie sind. Wir kümmern uns um das, was mit der lokalen KI neu hinzukommt.
Kein Dauerbetrieb
Wir richten ein und übergeben. Eine laufende Überwachung wäre etwas anderes und müsste gesondert vereinbart werden.
Ablauf
Vier Schritte, die zusammengehören.
Die Reihenfolge ist Absicht: Erst wissen, was erreichbar ist, dann zurückschneiden, dann den Eingang sichern, dann den Ernstfall aufschreiben.
Bestandsaufnahme der Zugriffe
Welches Werkzeug erreicht welche Ablage, mit welchen Rechten. Meist stellt sich heraus: mehr als gedacht.
Rechte zurückschneiden
Lesend statt schreibend, wo es geht. Getrennte Bestände, wo etwas nicht zusammenkommen darf. Rollen und Freigaben in der lokalen KI passend dazu.
Eingang absichern
Fremdtext wird vom Auftrag getrennt gehalten. Und die harte Regel: kein Werkzeug mit eigenem Versandweg.
Protokoll und Meldeweg
Wer hat was gefragt, was kam zurück. Dazu ein Meldeweg, der vor dem Ernstfall aufgeschrieben ist und nicht darin entsteht.
Erst wenn das steht, kommen die Quellen dazu: Integration von Postfach, Ablage, Warenwirtschaft und Technik.
Häufige Fragen
Die Fragen, die zuerst kommen.
Was ist eine „fremde Anweisung“ konkret?
Ein Satz in einem eingehenden Dokument, der sich nicht an den Leser richtet, sondern an das System, etwa die Aufforderung, frühere Anweisungen zu ignorieren oder Inhalte weiterzuleiten. Er kann unsichtbar sein: weiße Schrift, Metadaten, Fußnote.
Reicht es, den Mitarbeitern zu sagen, sie sollen aufpassen?
Nein. Der Text ist für Menschen oft nicht sichtbar. Aufmerksamkeit hilft gegen offensichtliche Fälle, nicht gegen die, die für Maschinen geschrieben wurden.
Reicht es nicht, dass die KI im Haus läuft?
Das ist die Grundlage: Ihre Daten gehen nicht hinaus, und niemand trainiert fremde Modelle damit. Innerhalb des Hauses bleibt aber die Frage, wer was sehen darf und was die KI mit Eingehendem tun darf. Genau das richten wir ein.
Brauchen wir dafür neue Software?
Meistens nicht. Der größte Teil ist Einrichtung: Rechte, Trennung, Protokoll, Meldeweg. Das kostet Sorgfalt, nicht Lizenzen.
Was ist mit Bildschirmaufnahmen?
Manche Werkzeuge können den Bildschirm mitlesen. Bei einer laufenden Besprechung oder einem geöffneten Parallelsystem ist das ein Problem. Die Funktion gehört abschaltbar und für vertrauliche Fenster gesperrt.
Und wenn der Hersteller selbst angegriffen wird?
Seit dem 11. September 2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden den Behörden melden und ihre Nutzer unterrichten. Lassen Sie sich im Vertrag zusichern, dass Sie dabei erfahren, nicht erst aus der Presse.
Ihre Daten bleiben im Haus.
Testen Sie mit Ihren eigenen Unterlagen, oder sprechen Sie zuerst mit uns.